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Übung des Notfalls an der Schule Silenen

Die Schulhäuser Amsteg und Bristen stellen je eine, das Schulhaus Silenen zwei Lehrpersonen für das Kriseninterventionsteam der Schule Silenen. Dem Team gehören zudem 2 Vertretungen der Schulkommission und die Schulleitung an. Dieses Team trifft sich jährlich zu zwei Sitzungen und bespricht Abläufe und Übungen. Pro Schuljahr wird unter der Leitung der verantwortlichen Lehrperson einmal die Evakuation im Brandfall geübt. Abwechslungsweise findet diese zudem einmal pro Jahr in einem Schulhaus mit der Feuerwehr statt.

 

Neben den jährlichen Übungen mit den Schülerinnen und Schüler ergänzen weitere Trainings für die Lehrpersonen z.Bsp. Brandschutzübungen oder BLS-AED Kurse die Ausbildung des Personals.

Das Kriseninterventionsteam übt jeweils im Frühling mit dem ausgewiesenen Experten Stefan Tresch weitere mögliche Notfälle. Am vergangenen Mittwoch, 15.5.24 trafen sich die beteiligten Personen, ohne über den Inhalt Bescheid zu wissen, zu einer Übung. Stefan Tresch schilderte die Ausgangslage, anschliessend wurde das Fallbeispiel durchgespielt. Beim durchgespielten Notfall kollabierte ein Schüler. Die Polizei und der Krankenwagen wurden aufgeboten. Walti Zberg übernahm dabei als Vertretung der Schulkommission im Krisenteam auch gleich die Rolle des Polizisten. In der erfundenen Situation ereignete sich der Unfall gleich vor dem Mittagessen. Das Krisenteam musste also die Unfallstelle abschirmen und sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler durch ihre Lehrperson weit weg vom Unfallort in den Mittag gebracht werden. Da in Notfällen der schulpsychologische Dienst erste Ansprechperson für Schulen ist, wurde dieser ebenso sofort informiert. In den nächsten Schritten galt es den Verunfallten zu betreuen, Eltern zu informieren, die Blaulichtorganisationen einzuweisen und zum Vorfall aufzudatieren. Nach ca. einer halben Stunde war der schulpsychologische Dienst mit zwei Vertretungen vor Ort und der Verunfallte wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert. Das Krisenteam fand sich im Büro der Schulleitung ein. Mittlerweile war auch der Präsident der Schulkommission eingetroffen.

In der Besprechung wurden zum weiteren Vorgehen folgende Punkte diskutiert:

- Wie bleiben wir mit den Eltern des verunfallten Kindes in Kontakt?

- Wie werden die Eltern der restlichen Schülerinnen und Schüler auf dem Laufenden gehalten?

- Wer muss sonst noch informiert werden und wer könnte uns weiter unterstützen?

- Wie sieht der Schulalltag in den nächsten Tagen aus? Wie können wir Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen betreuen?

- Welche Szenarien sind möglich und welche Auswirkungen hat dies auf das weitere Vorgehen?

Nachdem das weitere Vorgehen klar war, leitete Stefan Tresch die Auswertung. Neben einigen kleinen Punkten zur Verbesserung hatte er vor allem viel Lob für die Arbeit des Krisenteams.

Die Schule Silenen bedankt sich bei allen Personen, welche bei der Übung mitgewirkt haben und insbesondere bei Stefan Tresch, dass er sich immer wieder Zeit nimmt für die Schule, um den Notfall zu üben.

In der Hoffnung, dass solche Situationen nie eintreffen, gibt es uns doch eine Sicherheit, dass wir in einem allfälligen Vorfall nicht völlig hilflos dastehen.

 

 

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